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Kräuterwerkstatt im August

Gegen Ende des Hochsommers entfalten viele Kräuter ihre größte Wirksamkeit. Der Tag Maria Himmelfahrt am 15. August, der in katholischen Gegenden als Feiertag begangen wird,  ist  daher seit alters her auch mit dem Brauch verbunden, dass in den Tagen zuvor Kräuterbuschen gebunden und diese am Feiertag im Gottesdienst geweiht werden.
Traditionell sollen die Buschen eine bestimmte Anzahl - mindestens aber sieben - und eine bestimmte Auswahl an Kräutern enthalten. In der Mitte die Königskerze, dazu Alant, Wermut, Beifuß, Schafgarbe, Kamille, Thymian, ... Zerriebene Kräuter aus den Buschen, die dem Viehfutter beigemischt wurden, sollten die Tiere vor Unheil schützen; Tee aus den getrockneten Kräutern die Menschen vor Krankheit bewahren. Besonders der Königskerze traute man dabei besondere Heilkraft zu: in alter Zeit die Abwehr von Blitzschlag oder eine Wetterprognose fürs nächste Jahr. Hildegard von Bingen empfahl die „Wullena“ als Heilmittel bei Traurigkeit; heute schätzt man die Königskerze als  wertvolle Arzneipflanze.
Seit dem 9. Jahrhundert kennt die katholische Kirche den Brauch und damit uraltes Wissen um die Heilwirkung der „Apotheke aus der Natur“, wie es vor allem in den ländlichen Gegenden des Alpenraums überliefert wurde.  
Mehr dazu weiß wieder Hannelore Mack in der Kräuterwerkstatt am 15. August.  Treffpunkt ist um 9 Uhr vor dem Haus der Geschichte.