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Kräuterwerkstatt - die nächsten Termine

Engelwurz - eine Pflanze mit einem derart verheißungsvollen Namen muss was ganz Tolles sein. Der Sage nach zeigte ein Engel den Menschen die Pflanze, daher der Name. Vorsicht ist beim Sammeln allerdings geboten, denn das Gewächs aus der Familie der Doldenblütler sollte nicht mit dem Riesen-Bärenklau oder dem Gefleckten Schierling verwechselt werden.
Angelica, wie der botanische Name lautet, ist in Mitteleuropa weit verbreitet, wo sie bevorzugt auf feuchten Wiesen und an Flussufern mit tonigen Böden gedeiht. In der Volksmedizin findet besonders die Wurzel Verwendung, die Bitterstoffe und ätherische Öle enthält. Die Arznei wird daher bei Magen- und Darmverstimmungen oder Appetitlosigkeit eingesetzt; das Öl aus der Wurzel hingegen bei Schlaflosigkeit.
Früh wurden heilkundige Mönche auf das „Geschenk der Engel“ aufmerksam und aromatisierten mit dem Öl ihre Kräuterliköre wie Chartreuse und Benedictine. In Skandinavien wurde Engelwurz schon länger als Gemüse angebaut, die Samen schnitten aus dem hohlen Stängel ein flötenähnliches Blasinstrument. Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert war Engelwurz außerdem Bestandteil des Theriak, das nahezu als Universalheilmittel galt und vor allem in Pestzeiten große Verbreitung hatte.
Mehr dazu weiß wieder Hannelore Mack in der Kräuterwerkstatt am Samstag, 23. September (9 Uhr) sowie am Mittwoch, 27. September (13.30 Uhr).  Treffpunkt ist jeweils vor dem Haus der Geschichte.