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Kräuterwerkstatt und 'Kleine Spürnasen'

Seit Walther von der Vogelweides „Unter der Linden ...“ ist der Lindenbaum fest in Volkslied und -dichtung verankert. Bereits bei den Germanen wie im antiken Rom galt der Baum als weiblich - kein Wunder, ist das Gewächs doch überaus nützlich. Lindenholz war das bevorzugte Material für Bildhauer wie Tilman Riemenschneider oder Veit Stoß. Tanzlinde, Gerichtslinde oder Dorflinde waren einst der Mittelpunkt jedes Dorfes. Sie steht für Gastfreundschaft - über 1000 Gasthäuser tragen in Deutschland den Namen „Zur Linde“. Auch in Dinkelsbühl ist die Linde stadtbildprägend, ob am Kirchhöflein, an der Promenade oder am Mutschachweg.

Zu Beginn des Sommers schmückt sich zuerst die bei uns heimische Sommerlinde, wenig später die Winterlinde mit unzähligen duftenden Blüten. Seit dem Mittelalter ist die Heilwirkung bekannt. Lindenblütentee gilt als schweißtreibend und hilft bei Erkältung und Fieber, aber auch bei Migräne oder Unruhezuständen. Mehr dazu weiß wieder Hannelore Mack in der Kräuterwerkstatt am Samstag, 18. oder Mittwoch, 22. Juni.

 

Kleine Spürnasen
Um Duft und Geschmack geht es auch bei den „Kleinen Spürnasen“ am Samstag 18. Juni ab 9 Uhr: Hannelore Mack hat die Zitronenmelisse auf dem Plan. Ursprünglich im Mittelmeerraum heimisch, ist die Pflanze heute auch in gemäßigten Breiten anzutreffen - in Gärten, auf Feldern, wo sie als Gewürz- und Arzneipflanze angebaut wird oder in freier Natur, denn sie verwildert leicht. Noch immer liebt sie es warm und gedeiht auch auf eher schlechten Böden. Der botanische Name ‚melissa officinalis‘ verrät, dass sie einst in der officina des Apothekers verarbeitet wurde.
Die deutsche Bezeichnung verrät natürlich schon, wonach die Zitronenmelisse duftet und schmeckt. Die frischen, grünen Blätter sind lecker zum Knabbern. Verarbeitet ergeben sie Sirup oder Gelee, oder - für die Erwachsenen! auch Likör. Die Spürnasen können sich also wieder auf manche Überraschung freuen!
Treffpunkt ist jeweils  vor dem Haus der Geschichte. Nach einem etwa eineinhalbstündigen Spaziergang werden die gesammelten Kräuter in der (modernen) Museumsküche verarbeitet. Bitte für die Jahreszeit und Witterung geeignete Kleidung tragen! Weitere Infos und Anmeldung: 09851/902 440.