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Kräuterwerkstatt - die nächsten Termine

Baldrian - reine Nervensache heißt es im Juli. Sein durchdringender Geruch ist es nicht, was den Baldrian attraktiv macht: Viele Menschen erinnert der Duft vielmehr an Limburger Käse. Dennoch gilt die ausdauernde, krautige Pflanze, die sich in ganz Europa findet, seit alters her als wertvolles Heilmittel. Im lateinischen Namen „Valeriana officinalis“ verbirgt sich das Wort „valere“, was „gesund werden“ bedeutet. Der Beiname „officinalis“ verweist auf die Offizin, im Mittelalter die Arbeits- und Verkaufsräume eines Apothekers. 
Der Volksmund kennt viele Namen für die geruchsintensive Pflanze, unter anderem Katzenkraut, Stinkwurz oder Hexenkraut. Nach einem alten Aberglauben sollte es nämlich gegen Hexenzauber und böse Geister helfen, wenn man Baldrian bei sich trug oder im Zimmer aufhängte. Hexen mögen den starken Geruch nicht! Auch als Heilmittel gegen die Pest taucht Baldrian immer wieder auf - wie in dem Sprüchlein   „Esst Bibernell und Baldrian so geht euch die Pest nicht an“. Auch erzählt man sich, der Rattenfänger von Hameln habe Baldrianwurzel bei sich getragen, um die Ratten anzulocken. Hauptsächlich schätzt man Baldrian aber wegen seiner beruhigenden Wirkung.  Baldriantropfen helfen, wenn man schlecht einschlafen kann oder bei Unruhezuständen. Ein paar Tropfen Baldrianöl im Badewasser tut die gleiche Wirkung beim Einschlafen oder gegen Nervosität. Baldrian ist übrigens ein Verwandter des Feldsalats (Valerianella = kleiner Baldrian). Das junge Grün der Baldrianpflanze kann daher ebenso als Salat zubereitet werden. Mehr dazu weiß wieder Hannelore Mack in der Kräuterwerkstatt am Samstag, 9. oder am Mittwoch 13. Juli. Treffpunkt ist jeweils  vor dem Haus der Geschichte. Nach einem etwa eineinhalbstündigen Spaziergang werden die gesammelten Kräuter in der (modernen) Museumsküche verarbeitet. Bitte für die Jahreszeit und Witterung geeignete Kleidung tragen! Weitere Infos und Anmeldung: 09851/902 440.