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"Leukershausen - Eine Bühne für herrschaftliche Machtansprüche"

von Roland Hofmann

Die ehemalige Reichsstadt Dinkelsbühl besaß kein geschlossenes Staatsgebiet wie die Nachbarstädte Rothenburg oder Schwäbisch Hall. Vielmehr waren in den Dörfern  im weit gestreuten Umland einzelne Höfe mit abgabepflichtigen Untertanen besetzt. Dazu kamen noch etliche Rechte wie die Gerichtsbarkeit oder Patronatsherrschaft.
Der stärkste Gegner der Stadt war der Markgraf von Ansbach und so blieb es nicht aus, dass in dem gemischtherrschaftlichen Ort Leukershausen viel Streit vom Zaun gebrochen wurde. Dort lagen zwar das Kirchenpatronat und die Baulast an Kirche, Schul- und Pfarrhaus bei Dinkelsbühl aber die Gerichtsbarkeit wurde, zum Teil auch handgreiflich, von Ansbach aus beansprucht. Um solche aktenkundig gewordenen Fälle geht es im Vortrag.

In Freud und Leid ein liebes trautes Heim zu wissen

Das Gästebuch des Mönchsrother Malerpfarrers Georg Bickel und seiner Ehefrau Sophie aus den Jahren 1890 bis 1924. - Vortrag vom Pfarrer Gunter Reese.

Zum Ende der aktuellen Sonderausstellung berichtet Pfarrer Gunter Reese unter der Überschrift „In Freud und Leid ein liebes trautes Heim zu wissen“ von einem seiner Vorgänger im Mönchsrother Pfarrhaus, dem ‚Malerpfarrer‘ Georg Bickel. Zur Hinterlassenschaft des weit über seine Gemeindegrenzen hinaus bekannt gewordenen Mönchsrother Pfarrers Georg Bickel (1862-1924) gehören nicht nur seine zahlreichen Gemälde, sondern auch das Gästebuch aus dem ehemaligen  Pfarrhaus. Mit seinen 288 Einträgen bis zum Tod von Georg Bickel am 10. Juli1924 gewährt es vielfältige und bislang unbekannte Einblicke in das Leben im Pfarrhaus mit seinen unterschiedlichsten Gästen aus Nah und Fern, wobei die Malerei und die schwere Zeit des 1. Weltkriegs eine herausragende Rolle spielen. Das einstige Dorfpfarrhaus erweist sich dabei in der Verbindung mit Georg Bickels Malerei als ein fast schon „globaler“ Umschlagplatz für zahlreiche Begegnungen, das damit weit über den Mönchsrother Kirchturm hinausblickt.