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Kräuterwerkstatt die nächsten Termine

Gegen Ende des Hochsommers entfalten viele Kräuter ihre größte Wirksamkeit. Der Tag Maria Himmelfahrt am 15. August, der in katholischen Gegenden als Feiertag begangen wird, ist daher seit alters her auch mit dem Brauch verbunden, dass in den Tagen zuvor Kräuterbuschen gebunden und am Feiertag im Gottesdienst geweiht werden.
Traditionell sollen die Buschen eine bestimmte Anzahl - mindestens aber sieben - und eine bestimmte Auswahl an Kräutern enthalten. In der Mitte die Königskerze, dazu Alant, Wermut, Beifuß, Schafgarbe, Kamille, Thymian, ... Zerriebene Kräuter aus den Buschen, die dem Viehfutter beigemischt wurden, sollten die Tiere vor Unheil schützen; Tee aus den getrockneten Kräutern die Menschen vor Krankheit bewahren. Besonders der Königskerze traute man dabei besondere Heilkraft zu: in alter Zeit die Abwehr von Blitzschlag oder eine Wetterprognose fürs nächste Jahr. Hildegard von Bingen empfahl die ‚Wullena‘ als Heilmittel bei Traurigkeit; heute schätzt man die Königskerze als wertvolle Arzneipflanze.
Mit dem seit dem 9. Jahrhundert nachweißbaren Brauch wird somit uraltes Wissen um die Heilwirkung der „Apotheke aus der Natur“ überliefert.

Mehr dazu weiß wieder Hannelore Mack in der Kräuterwerkstatt am 13. August. Treffpunkt ist um 13.30 Uhr vor dem Haus der Geschichte. Nach einem etwa eineinhalbstündigen Spaziergang werden die gesammelten Kräuter in der (modernen) Museumsküche verarbeitet. Bitte für die Jahreszeit und Witterung geeignete Kleidung tragen! Weitere Infos und Anmeldung: 09851/902 440.

Die Königskerze bildet den Mittelpunkt der Kräuterbuschen.