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Kräuterwerkstatt und Kleine Spürnasen

In Dinkelsbühls Partnerstadt Edenkoben sind „Keschde“, was hier die Karpfen sind: ein wichtiger Teil des Speiseplans. Dort wachsen die Edelkastanien an den Hängen des Pfälzer Waldes. Wegen ihres hohen Gehalts an Stärke, also Kohlenhydraten, war die Frucht Hauptnahrungsmittel der armen Landbevölkerung. Das wusste bereits Karl der Große und verfügte in seinem Capitulare de villis ihren Anbau auf Königsgut. Die stachelige Hülle der Maroni, wie sie andernorts heißen, verrät die Verwandt-schaft mit der Buche. Das Holz beider Bäume wird auch in der Möbelschreinerei genutzt.
Kastanien sind glutenfrei, das Mehl kann daher als Ersatz für Getreideprodukte verwendet werden. Besonders in Italien und Frankreich gibt es zahlreiche Rezepte für Süßspeisen wie die Marons Glacés, es gibt sie als Püree oder in der Füllung für gebratenes Geflügel oder als Kastanienbrot. Am bekanntesten sind die Maroni bei uns allerdings heiß, in einer großen Pfanne geröstet etwa am Weihnachtsmarkt.

Männlein aus der Hecke
Die Frucht der Heckenrose, die Hagebutte, verführt: sie ist nicht nur hübsch anzusehen, die Samenstände sind auch mit kleinen Widerhaken bestückt, die Juckreiz verursachen und daher von Kindern gern zu Juckpulver vermischt werden. Hagebutten lassen sich aber auch brav zu Konfitüre verarbeiten, Hiffenmark ist die traditionelle Füllung von Krapfen, oder sie finden sich im Früchtetee. Der erste Teil des Namens Hag verweist auf das Vorkommen in Hecken, butte ist verwandt mit butze - was sich umgangssprachlich im Apfelbutzen erhalten hat.
Was sich Schönes aus Hagebutten machen lässt, das weiß wieder Hannelore Mack im Workshop am Samstag, 21. Oktober um 9 Uhr. Anschließend geht es um 13.30 Uhr bei der Kräuterwerkstatt um Maroni, ebenso am Mittwoch, 25. Oktober ab 9 Uhr. Treffpunkt zu den Workshops ist jeweils vor dem Haus der Geschichte am Altrathausplatz.