Sonderausstellung „Hexenzyklus“ von Sieglinde Bottesch
Beschreibung
Sieglinde Bottesch wurde am 21. Dezember 1938 in Hermannstadt, rumänisch Sibiu, geboren. Sie studierte an der Fakultät der Bildenden Künste des Pädagogischen Instituts in Bukarest. In den Folgejahren arbeitete sie als freischaffende Künstlerin, Illustratorin und Kunsterzieherin in Hermannstadt, bevor sie 1987 in die Bundesrepublik aussiedelte. Seitdem lebt und arbeitet sie als Kunsterzieherin und freischaffende Künstlerin in Ingolstadt.
Im Romanprojekt „Kleine Hexe kleine Hexe“ von Ricarda Terschak kommt eine junge Frau, die als Hexe verurteilt wurde, in eindrücklicher Weise zu Wort. Der Text lässt erahnen, welchem Martyrium unschuldige Menschen, vor allem Frauen, durch die Brutalität der Folter ausgeliefert waren.
„Als mir dieser Text vor Jahren in die Hände fiel, war ich zutiefst erschüttert über die Grausamkeit der Hexenprozesse in meiner Heimatstadt, die ich für diese Gräueltaten, auch in der Vergangenheit, nicht für fähig gehalten hätte.
Am meisten ergriffen war ich jedoch aufgrund der Tatsache, dass die Zitate einem authentischen Hexenprozess entnommen waren und dass sich dieses Dokument noch heute im Hermannstädter Staatsarchiv befindet.
Es war mir ein dringendes Bedürfnis, meinen inneren Bildern gestalterisch Ausdruck zu geben. So entstand der „Hexenzyklus“ als eine Verflechtung von Mythos und historischen Tatsachen. Die technische Ausführung der Originale als überarbeitete Monotypie auf Transparent-Papier, soll die beklommene Atmosphäre der Szenen übertragen. Die Bilder können als Mahnung verstanden werden, für das Unrecht, das Menschen anderen Menschen zufügen. Auch heute noch, leider!“
Sieglinde Bottesch, 2022
Die Sonderausstellung kann vom 25. April 2026 bis einschließlich 25. Mai 2026 im Haus der Geschichte Dinkelsbühl besucht werden.
Die Midissage findet am Freitag, 22. Mai 2026 um 18:00 Uhr statt. Eintritt frei!
Außerdem wird es als kostenfreies Rahmenprogramm folgende Veranstaltungen geben:
Mittwoch, 13. Mai 2026 :Vortrag „Hexenwahn und Hexenglaube – Entstehung und Verlauf einer der größten Tragödien der Frühen Neuzeit“ Globale und regionale Betrachtungen
Beginn: 19:00 Uhr im Medienraum des Hauses der Geschichte.
Referent: Prof. Dr. Markus Hirte, LL.M., geschäftsführender Direktor des Mittelalterlichen Kriminalmuseums in Rothenburg ob der Tauber und Honorarprofessor an der Universität Jena.
Konzert am 23.5. um 18:00 Uhr in der evangelischen Kirche St. Paulskirche „HEXENSZENEN“
Hexenverfolgungen in Siebenbürgen ein Melodram für Soli, Chor und Orchester
Text und Musik: Heinz Acker
Solisten: Marion Egner – Mezzosopran
Tim Lucas – Bariton
Chor: Siebenbürgische Kantorei, Einstudierung: Andrea Kulin
Instrumentalensemble
Dirigent: Heinz Acker





